Die anspruchsvollsten Anstiege für Rennradfahrer in Limburg

Die anspruchsvollsten Anstiege für Rennradfahrer in Limburg

Das süd-limburgische Heuvelland (Hügelland) ist ein echter Magnet für Rennradfahrer – und das nicht nur, weil die Landschaft so schön ist: Hier können Sie so manchen harten Anstieg bezwingen! Und da das Angebot anspruchsvoller Anstiege hier riesig ist, haben wir einen Experten befragt: Radprofi Tom Dumoulin spricht über seine Lieblingsstrecken für Rennradfahrer in Limburg.

Tom, welche Strecke ist deine Nummer 1?

„Meine Lieblingsstrecke für Rennradfahrer in Limburg? Das ist auf jeden Fall der letzte Abschnitt des Amstel Gold Race, vor allem wegen seiner anspruchsvollen Anstiege wie dem Eyserbosweg und dem Kruisberg“, erzählt der Gewinner des Giro d’Italia.

Gulperberg, Kruisberg und Eyserbosweg

Doch wie genau sieht der letzte Abschnitt des Amstel Gold Race in Süd-Limburg aus? „45 Kilometer vor dem Finish erwartet Sie eine echte Prüfung. Binnen zehn Kilometern müssen drei extrem anspruchsvolle Anstiege bezwungen werden: Der Gulperberg, der Kruisberg und der Eyserbosweg. Und damit ist der schwierigste Teil noch nicht mal geschafft, denn dann kommt der Keutenberg. Bei diesem Giganten hat der steilste Abschnitt eine Steigung von 22 Prozent!“

Über den Cauberg

Mit brennenden Waden und einem Puls von über 100 geht es für Sie nach diesem Giganten über das Plateau von Margraten in Richtung Sibbe. Dort beginnt die Abfahrt nach Valkenburg: Mit guten 70 km/h auf dem Tacho heißt es dann, ordentlich in die Bremsen greifen – und vom Grendelplein aus den König der Anstiege Süd-Limburgs erklimmen: Den Cauberg. „Manch einer ist dann geschockt. Denn anderthalb Kilometer später und auf dem Cauberg angekommen ist es noch immer nicht geschafft.“

Finale mit Gegenwind

Es folgt der letzte Streckenabschnitt: Erst die Abfahrt Richtung Geulhem, dann hoch auf den Geulhemmerberg und schließlich Kurs auf den Bemelerberg. Der 900 Meter lange Anstieg mit fünf Prozent Steigung erscheint zwar bescheiden, weiß Tom Dumoulin. „Er ist aber nach der kraftraubenden Vorarbeit extrem anstrengend. Immerhin: Mit etwas Glück weht auf dem dann folgenden Franse Steeg Richtung Zielort Vilt kein Gegenwind …“

Endlich: Die Zielgerade!

Am Ende wartet die Zielgerade als ersehnte Belohnung. Doch zunächst geht es noch einige 100 Meter über den breiten Rijksweg Richtung Maastricht. „Nach all den Anstiegen beginnen hier viele mit brennenden Beinen zu beten, bis zum Schluss im Sattel zu bleiben. Und dann liegt es vor Ihnen: Das Finish.“ Endlich im Ziel!