Glücksmomente in der Natur Mittel-Limburgs

Glücksmomente in der Natur Mittel-Limburgs

Mittel-Limburg ist eine naturreiche Region. In der Nähe von Weert befindet sich der Grenzpark Kempen-Broek, bei Roermond liegen die Maas-Seen und weiter nördlich das Naturschutzgebiet De Peel. Östlich von Roermond liegen die Naturgebiete Rurtal und der Nationalpark De Meinweg, bewirtschaftet von der Forstbehörde „Staatsbosbeheer“. Wir fragten Förster Mark Daemen nach den Besonderheiten dieser Gebiete.

Zwei verschiedene Naturgebiete

Das Rurtal und der Nationalpark Meinweg liegen an der deutschen Grenze in der äußersten Ecke Limburgs. Die beiden Naturgebiete gehen zwar ineinander über, unterscheiden sich jedoch stark: Das flache Rurtal wird von der Rur dominiert und zeichnet sich durch zahlreiche Bauernhöfe mit ausgedehnten Ländereien aus. Das Naturschutzgebiet Meinweg hingegen ist ein waldreiches und hügeliges Gebiet mit wenig Bebauung und zahlreichen Heidefeldern in Lila. Wenn man vom Rurtal aus über Meinweg Richtung deutscher Grenze fährt, überwindet man fast 50 Höhenmeter.

50 Höhenmeter

Wenn man vom Rurtal aus über Meinweg Richtung deutscher Grenze fährt, überwindet man fast 50 Höhenmeter.

- Mark Daemen

Die Rur mäandert durch das Tal

Das Rurtal ist eine alte Kulturlandschaft, die bereits seit Jahrhunderten landwirtschaftlich genutzt wird. „Die Schönheit der Natur wird dadurch jedoch keineswegs beeinträchtigt!”, betont Mark Daemen. „Es gibt große Gebiete mit wenig Bebauung, in denen sich die Rur frei durch die Landschaft schlängelt. Mit ein wenig Glück erblicken Sie auch Bäume mit Nagespuren von Bibern, die hier vorkommen. Besonders ist auch der exotisch gefärbte Eisvogel, der noch in den steilen Uferwänden nistet.”

Wandern und Rad fahren entlang der Rur

Das Rurtal können Sie mit dem Fahrrad besonders gut erkunden. „Auf den schönen Radwegen sollten Sie jedoch ab und an Halt machen, die schnell fließende Rur bestaunen und unter rauschenden Pappeln zur Ruhe kommen. Die zahlreichen kleinen Dörfer in der Nähe bieten ebenso herrliche Aussichten, zum Beispiel bei Sint Odiliënberg, dessen jahrhundertealte Kirche mit zwei Turmspitzen man schon von Weitem erkennen kann.”

Meinweg

Seltene Wildtiere im Nationalpark Meinweg

Der Nationalpark Meinweg hat einen anderen Charakter. Das waldreiche Naturgebiet erstreckt sich auf fast 2.000 ha und ist Lebensraum vieler wilder Tiere, die in Limburg und sogar in den Niederlanden selten vorkommen. „Im Nationalpark Meinweg lebt eine große Wildschweinpopulation. Die Tiere sind von Natur aus scheu, aber mit etwas Glück kann man sie sichten. Die Spuren ihres Gewühls erblickt mal auf jeden Fall. Zudem gibt es in diesem Gebiet eine große Population der unter Naturschutz stehenden Kreuzotter, einer seltenen und giftigen Schlangenart. Aber kein Grund zur Sorge! Solange man Abstand hält und sie nicht anfasst, hat man nichts zu befürchten.“

Ein ganz besonderer Ort

Der Grenzraum zu Deutschland, in dem der Nationalpark Meinweg liegt, ist für seine zahlreichen Klöster bekannt. Das bekannteste Kloster war St. Ludwig, das 2015 abgerissen wurde. In der Nähe des nicht öffentlich zugänglichen Geländes des Klosters liegt die unter Denkmalschutz stehende Kapelle St. Ludwig, die Sie besichtigen können. „Ein wunderschöner Ort, den ich gerne aufsuche“, so Mark Daemen. „Die Kapelle, die Alleen und der Friedhof haben eine ganz eigene Atmosphäre. Hier vereinen sich ein besonderes Naturgebiet, eine besonderes Bauwerk und eine besondere Ruhe zu einem Glückserlebnis!“

Mountainbiking und Wandern im Nationalpark Meinweg

Wer nicht nur die Natur genießen möchte, sondern auch Abenteuer sucht, ist im Nationalpark Meinweg genau richtig. „Angesichts der Höhenunterschiede ist das Gebiet bei Mountainbikern sehr beliebt. Wir haben verschiedene MTB-Routen, aber man kann auch einfach Rad fahren – sogar bis über die deutsche Grenze.” Und auch wandernd können Sie im Nationalpark Meinweg kilometerweit das Gelände durchstreifen. „Unterwegs lädt das Café und Besucherzentrum De Boshut zu einer Pause. Besonders Familien mit Kindern fühlen sich hier sehr wohl!”

Möchten Sie mehr erfahren?

Weitere Informationen über die Naturgebiete in Mittel-Limburg finden Sie u.a. auf der Website der niederländischen Forstbehörde Staatsbosbeheer. Sind Sie auch auf die Naturgebiete in Nord-Limburg oder Süd-Limburg gespannt? Dann lesen Sie unsere Artikel mit den Förstern Andy Liebrand und Michel Cabbolet.